Mittwoch, 3. Februar 2010

Das Kabinett des Dr. Parnassus (21.12.2009)

Heath Ledgers letzter Film... Er starb in einer Drehpause. Das zwang Regisseur Terry Gilliam zu einem Trick, der gar nicht mal so schlecht war. "The Heath Buddies" Johnny Depp, Jude Law und Collin Farrell sprangen in einigen Szenen für den Verstorbenen ein. Und das wirklich gelungen. Ich habe Johnny Depp erst etwas später erkannt oder besser bemerkt.

Zum Film selbst: Dr. Parnassus hat ein kleines heruntergekommenes Wandertheater. Durch die Strassen Londons fährt er, um seine Geschichten zu erzählen. Helfen dabei kann ihn ein magischer Spiegel, der jeden in eine Fantasiewelt entführt, der hindurchtritt. Wie alt Parnassus ist (Christopher Plummer) ist nicht so ganz klar. Aber es müssen hunderte von Jahre sein. Grund dafür sind immer wieder Wetten mit Mr. Nick (grandios Tom Waits). Nur naht ein wichtiges Datum, der Geburtstag seiner leiblichen Tochter. An diesem Tag muss sie zu Mr. Nick gehen, es sei denn, Parnassus gewinnte eine letzte Wette... Übrigens finden seine TRuppe vor dieser Wette noch Tony (Heath Ledger u.a.). Er hängt an einem Strick unter einer Brücke, überlebt aber durch ein kleines Metallröhrchen.

Terry Gilliam hat sich hier ein Märchen gezaubert, das visuell überzeugend ist. Inhaltlich hat es so manche Mängel - gerade zum rührseligen Ende hin. Aber aus meiner Sicht trotzdem sehr sehenswert.

Richtig überrascht war ich von der Leistung von Andrew Garfield. Er ist Anton - ein junger Mitreisender im Theater von Parnassus, der unsterblich in dessen Tochter verliebt ist. Ich fand ihn einfach toll.

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